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Hinter den Kulissen

Rastplatz.app ist mehr als eine Karte mit Parkplätzen — dahinter steckt eigene Infrastruktur, eigene Datenquellen und die Entscheidung, sie offen zu erklären. Diese Seite wächst mit jedem Milestone: hier folgt, wie die Technik funktioniert, woher die Daten kommen und welche Lizenzen dahinterstehen.

Woher die Parkplatzdaten kommen

Jeder Parkplatz auf der Karte trägt zwei Arten von Wissen gleichzeitig: was der Bund über ihn weiß, und was gerade jemand dort erlebt hat. Beides kommt aus einer anderen Richtung, und erst zusammen ergibt es ein verlässliches Bild.

Die amtliche Seite stammt aus der Mobilithek des Bundes: statische Stammdaten zu Lage, Größe und Ausstattung jedes Rastplatzes, und dort, wo verfügbar, eine dynamische Live-Belegung im DATEX-II-Format. Ergänzt wird das um eine offene Schnittstelle der Autobahn GmbH, über die Sperrungen und Baustellen entlang der Autobahnen einfließen.

Die amtliche Belegung allein reicht aber nicht: sie ist nicht an jedem Standort vorhanden, und wo sie vorhanden ist, ist sie nicht immer aktuell. Genau hier setzt die zweite Quelle an — die Meldung eines Fahrers, der gerade dort steht. Frei, belegt, Polizeikontrolle, Baustelle, Sanitär-Zustand: Angaben, die in dem Moment stimmen, in dem sie abgeschickt werden, unabhängig davon, ob eine amtliche Quelle für diesen Platz überhaupt etwas liefert.

Diese Fusion ist der eigentliche Kern von Rastplatz.app: die amtliche Datenlage dort, wo sie trägt, und die Fahrer-Community dort, wo sie es besser weiß, weil sie gerade selbst vor Ort ist.

Woher WC und Dusche stammen

WC- und Duschangaben sowie 421 zusätzliche Standorte (Zählstand 16.09.2026) stammen aus der bundesweiten Stellplatz-Statikdatei des Bundes vom 25.02.2026 — ein einmaliger, eingefrorener Import.

Wir zeigen kein Datum am einzelnen Platz: Ausstattung wie ein WC oder eine Dusche ändert sich selten, ein Zeitstempel würde eine Aktualität vortäuschen, die hier nicht die richtige Aussage ist.

Wie aus Koordinaten ein Ort wird

Ein Rastplatz an der Autobahn hat amtlich oft nur zwei Koordinaten und einen technischen Namen — nichts, woran ein Fahrer den Ort wiedererkennt. Daraus wird eine verständliche Angabe: ein selbst betriebener Ortsdienst leitet aus OpenStreetMap Bundesland, Landkreis und Gemeinde ab, für jeden Standort einzeln.

Für den Titel eines Parkplatzes wird dabei bewusst nicht die nächstgelegene Gemeinde genommen, sondern die nächste Stadt, die man kennt — abgeleitet aus einer gefilterten Liste bekannter Städtenamen. „In der Nähe von Musterdorf-Nord" hilft niemandem, „in der Nähe von Passau" schon.

„Selbst betrieben" heißt hier wörtlich: kein Standort verlässt zur Auflösung dieser Angaben das eigene Haus, keine Koordinatenabfrage geht an einen fremden Dienst.

Der Kartenbau — warum wir das selbst machen

Der übliche Weg wäre, eine fertige Karte eines Anbieters einzubinden. Für diese App passt das aus zwei Gründen nicht — und der erste ist der wichtigere: jede Kachelanfrage an einen fremden Kartenanbieter verrät, wo der Fahrer gerade hinschaut. Datenschutz ist hier nicht das zweite Argument, sondern das erste.

Der zweite Grund ist Unabhängigkeit. Preise, Kontingente und Nutzungsbedingungen von Drittanbietern ändern sich — mal über Nacht, mal schleichend. Eine App, die kostenlos und werbefrei bleiben soll, darf an so etwas nicht hängen.

Deshalb rechnet stattdessen eine eigene Maschine den aktuellen OpenStreetMap-Stand für ganz Deutschland regelmäßig durch. Ein Werkzeug namens Planetiler erzeugt daraus PMTiles-Archive — eine einzige große Datei statt Millionen einzelner kleiner Kacheln. Diese Archive werden über die eigene Infrastruktur unter tiles.rastplatz.app ausgeliefert.

Der eigentlich interessante Teil kommt danach. Die neuen PMTiles-Archive werden zunächst nur hochgeladen — dann wird zurückgelesen und geprüft, ob wirklich ankam, was gemeint war. Erst wenn das bestätigt ist, wird ein Zeiger in einem einzigen Schritt auf den neuen Stand umgelegt: es gibt keinen Moment, in dem die App halb den alten und halb den neuen Stand sieht. Geht dabei etwas schief, bleibt der letzte bestätigt gute Stand einfach stehen, und es gibt einen Weg dorthin zurück.

Was der Fahrer davon hat: die Karte funktioniert auch offline, sie kostet nichts, und niemand außerhalb erfährt, wo er gerade sucht.

Die folgenden Angaben sind die eigentliche Rechtsgrundlage — dieselbe Registry speist auch die kurze Attributionszeile im Fuß jeder Parkplatzseite, damit hier nie etwas von dort abweicht.

Datenquellen und Lizenzen

© OpenStreetMap-Mitwirkende

Urheber: OpenStreetMap-Mitwirkende

Lizenz: Open Database License (ODbL) 1.0

Quelle: https://www.openstreetmap.org/copyright

Bearbeitung: Bundesland, Landkreis und Gemeinde werden je Standort per Reverse-Geocoding aus OpenStreetMap abgeleitet und für die Anzeige vereinheitlicht; die Kartenkacheln sind aus einem eigenen OpenStreetMap-Auszug gebaut.

Haftungsausschluss: Die Daten werden ohne Gewährleistung im Sinne der ODbL bereitgestellt; Rastplatz.app übernimmt keine Zusicherung über Vollständigkeit oder Richtigkeit der übernommenen Ortsangaben.

© GeoNames

Urheber: GeoNames

Lizenz: Creative Commons Namensnennung 4.0 International (CC BY 4.0)

Quelle: https://www.geonames.org/

Bearbeitung: Die verwendete Städteliste ist eine maschinell erzeugte Ableitung aus elf GeoNames-Archiven (zehn Länderarchive plus alternateNamesV2), gefiltert und auf die für Rastplatz.app relevanten Orte reduziert.

Haftungsausschluss: Die Daten werden ohne Gewährleistung im Sinne der CC-BY-4.0-Lizenz bereitgestellt; Rastplatz.app übernimmt keine Zusicherung über Vollständigkeit oder Richtigkeit der übernommenen Städteliste.

Die Luftbilder — den Platz vorher sehen

Ein Platz auf einer Liste sagt wenig. Wie groß ist er wirklich, wie sind die Stellplätze angeordnet, wo liegt die Zufahrt, steht ein Gebäude darauf? Deshalb trägt jede Parkplatzseite ein Luftbild: nicht als Schmuck, sondern damit sich der Fahrer schon vor dem Abbiegen ein eigenes Bild machen kann.

Dafür binden wir keine Satellitenkarte eines kommerziellen Anbieters ein. Das wäre der bequeme Weg — und derselbe, den wir beim Kartenbau schon einmal verlassen haben. Stattdessen holen wir für jeden Platz ein einzelnes amtliches Luftbild direkt bei der Landesvermessung des jeweiligen Bundeslandes und speichern es bei uns. Sechzehn Bundesländer heißt sechzehn verschiedene Ämter mit sechzehn verschiedenen Schnittstellen; die mussten wir einzeln anbinden.

Der Aufwand hat zwei Gründe. Ein amtliches Orthofoto ist entzerrt und eingemessen — was darauf gerade aussieht, ist auch gerade. Und ein einmal geholtes, selbst gespeichertes Bild lädt schnell, verlangt beim Aufruf keine fremde Verbindung und verschwindet nicht, wenn ein Anbieter seine Bedingungen ändert.

Jedes Land vergibt seine eigene Lizenz, und nicht alle verlangen dasselbe: manche eine Namensnennung, manche nicht. Der Nachweis steht deshalb am Bild selbst und vollständig, Land für Land, auf der Seite Bildnachweise.

Der ODbL-Auszug

Für den eigenen Kartenbau leiten wir aus OpenStreetMap eine Datei mit den LKW-relevanten Attributen ab — etwa Höhen- und Gewichtsbeschränkungen, so wie sie in den Kartendaten stehen. Diese Datei steht als Download bereit.

Die Daten stammen aus der OpenStreetMap-Datenbank und sind unter der Open Database License (ODbL) verfügbar: Wer sie weitergibt, muss OpenStreetMap und seine Mitwirkenden nennen, die Lizenz beim Weitergeben erhalten und eine daraus abgeleitete Datenbank unter derselben Lizenz weitergeben.

ODbL-Attributauszug herunterladen

Der Auszug enthält ausschließlich diese aus OpenStreetMap abgeleiteten Attribute — nicht die separate ADR-Tunnelliste aus amtlichen Quellen. An der ADR-Tunnelliste wird keine Weiterverbreitungslizenz behauptet.

Die Lizenzangaben für die Luftbilder auf den Parkplatzseiten stehen separat auf der Seite Bildnachweise.

Was im Hintergrund läuft

Rastplatz.app läuft auf Laravel und PHP, mit einer PostgreSQL-Datenbank und PostGIS für die Geo-Abfragen dahinter. Redis übernimmt Zwischenspeicher und Warteschlangen, WebSockets über Reverb sorgen dafür, dass eine neue Meldung ohne Neuladen auf allen Bildschirmen erscheint, und geplante Hintergrundläufe holen die amtlichen Daten regelmäßig ab.

Der Server gehört uns — ein eigener Root-Server, kein geteilter Platz bei einem Anbieter. Neben Rastplatz.app laufen darauf weitere eigene Projekte, etwa Schneespur.de, eine Open-Source-Software für Winterdienstler. Sie teilen sich die Maschine, nicht die Daten: jedes Projekt hat seine eigene Datenbank und seine eigenen Zugänge.

Für den Betrieb dieser Infrastruktur ist unser Hosting-Dienstleister als Auftragsverarbeiter beteiligt — vollständig benannt und mit Rechtsgrundlage auf der Seite Datenschutzerklärung, hier deshalb nicht ein zweites Mal.

Wie diese App gebaut wird — offen gesagt

Rastplatz.app entsteht per Agent-Coding — und das ist kein Kleingedrucktes, sondern Teil der Geschichte. Die Arbeit läuft in Phasen: erst besprochen, dann recherchiert, dann geplant, dann ausgeführt und zuletzt geprüft. Jeder Plan trägt Abnahmekriterien, die sich nachlesen lassen.

Eine Regel gilt dabei durchgängig: jede neue Kontrolle wird einmal absichtlich zum Fehlschlagen gebracht, bevor sie als bestanden gilt — weil eine Kontrolle, die nicht fehlschlagen kann, nichts beweist. Entscheidungen werden mit ihrer Begründung festgehalten, auch die verworfenen Wege.

Für den Fahrer bedeutet das: es geht schneller, aber nichts gilt hier als fertig, weil es plausibel klingt. Es gilt als fertig, wenn es gemessen wurde.

Diese Seite wächst

Mit jedem größeren Ausbauschritt kommt hier ein Abschnitt dazu. Wer wissen will, was zuletzt dazugekommen ist, findet es zuerst hier.